Feuchtgebiet „Senserbach“

Foto: Manfred Aletsee
NABU-Schutzgebiet
Feuchtgebiet „Senserbach“


Lage: Im Senserbachtal bei Lemiers an der deutsch-niederländischen Grenze

Größe: 3,1 Hektar

Schutzstatus: Geschützter Landschaftsbestandteil Biotop/Geographie/Geologie: Feuchtwiese und Weiher auf pleistozänen Auenlehmen und Böschungen auf Kalkmergel.

Schutzzweck: Strukturreiches Feucht- und Trockengrünland mit Quelle, ehemaligem Stauweiher, gehölzreichen Hängen, Bachufern, Röhrichten, Hochstaudenfluren.
Brut- und Nahrungshabitat für Sumpfrohrsänger, Teichrohrsänger, Goldammer, Eisvogel, Turteltaube, Teichralle, Bläßralle, Zwergtaucher, Grünspecht, Graureiher, Nilgans.
Trittsteinbiotop für Zugvögel: Knäkente, Spießente, Wasserralle, Waldwasserläufer, Flussregenpfeifer.
Neugründung einer Obstwiese mit hochstämmigen alten Sorten (z.B. Rheinischer Bohnapfel, Schöner von Boskoop).
Wertvolles Laichbiotop für Amphibien, wie Erdkröte, Grasfrosch, Bergmolch, Teichmolch.
Bemerkenswerte Pflanzenvorkommen (u.a. Knotenblütiger Sellerie, Nickender Zweizahn, Durchwachsendes Hellerkraut)

Pflege: Extensive Beweidung mit Schafen, Kopfweidenpflege, Gewässerentschlammung.

Förderung: Der NABU Stadtverband Aachen erwarb das Gebiet im Jahre 1998 mit finanzieller Unterstützung privater Spender und dem Naturschutzprogramm „Aachener Revier“. Die Anlage der Obstwiese und die Entschlammung des Weihers wurde von der Stadt Aachen (1999) gefördert.
Die Pflege erfolgt zur Zeit im Rahmen des Projekts „Grenzrouten“ der EuRegionalen 2008 durch die Naturschutzstation Aachen.
 
Der Waldkauz Broschüre GrenzRouten 2009 Fast weg ... der Weißstorch